„LernFerien NRW - Begabungen fördern“

 
Mit Herbst 2016 wurde der Schwerpunkt „LernFerien NRW - Begabungen fördern“ auch für Schüler/innen der 8. und 9. Jahrgangsstufen eingerichtet und wendet sich an leistungsstarke Schüler/innen, die Interesse an gesellschaftlichen Fragestellungen haben und sich in der Schu- le und in ihrer Freizeit engagieren und noch mehr engagieren möchten. Voraussetzungen sind Neugier und Freude, sich mit neuen Fragestellungen und interessanten Gesprächspartnern auseinanderzusetzen und in einer Gruppe von Gleichgesinnten aus ganz NRW zu diskutieren, kreativ und journalistisch zu arbeiten und Projekte umzusetzen.
Falk von Rekowski (9a) nahm in den eben zu Ende gegangenen Herbstferien teil. Hier sein Bericht, mit dem er andere Schüler/innen zu einer Teilnahme in den nächsten Oster- bzw. Herbstferien zu einer Teilnahme motivieren möchte...
Eine Woche für Europa
In der zweiten Woche der Herbstferien 2020 habe ich an den Lernferien NRW- Begabungen fördern“ in der Jugendherberge Düsseldorf teilgenommen. Soviel schon einmal vorweg: Es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Aber von vorne.
Am Montag ging es erst einmal mit dem Kennenlernen der anderen Teilnehmer los. Am Nach- mittag dann sind wir in unser Wochenthema „Europa“ eingestiegen und haben die Vorteile der Europäischen Union (EU) ausgearbeitet. Dazu zählen zum Beispiel Austausch von Kultur, freier Handel und Arbeitnehmerfreizügigkeit. Wegen der aktuellen Corona-Situation gab es keine Übernachtungen und wir sind zum Schlafen nach Hause gefahren.
Der nächste Tag startete dann direkt mit den Nachteilen der EU, die unsere Gruppe ausgear- beitet hat. Dazu zählen zum Beispiel soziale Ungerechtigkeit und lange Entscheidungspro- zesse. Am Nachmittag kam es dann zu meinem persönlichen Wochenhöhepunkt: In einer Dis- kussionsrunde über Europa sprachen wir mit Politikern der CDU, SPD und den Grünen. Die Gespräche waren sehr interessant und aufschlussreich und haben gezeigt, wie die Vertreter der unterschiedlichen Parteien sich zum Thema EU positionieren.
Den Mittwoch widmeten wir ganz der Frage wie man „Europa“ und insbesondere die EU ver- bessern könnte. Dazu haben wir uns zunächst erst in eine Kritikphase und dann in eine Utopie- und Verwirklichungsphase „begeben“. In dieser Phase haben wir an Lösungsansätzen für die großen Probleme Europas, wie den Klimawandel, gearbeitet.
Am Donnerstag bekamen wir Besuch von einer Vertreterin des „zeTT“ Düsseldorf (zentrale Infostelle für Jugendliche und junge Erwachsene). Sie hat uns über die verschiedenen Mög- lichkeiten zu Auslandsaufenthalten in Europa informiert und zum Beispiel erklärt, man sich über Schuljahr im Ausland informieren kann und welche verschiedenen Organisationen es dafür gibt. Die Woche haben wir dann mit einer Stadtrallye durch Düsseldorf ausklingen las- sen. Wegen Corona natürlich mit Maske, da wir auch öffentliche Verkehrsmittel genutzt ha- ben.
Fazit: Ich bin froh, dass ich an der Woche teilnehmen durfte. Ich habe viele interessante und nette Menschen kennengelernt. Aber auch einen Politiker, dessen Meinung ich nicht nachvoll- ziehen konnte und mit dem unsere Gruppe sehr kontrovers diskutiert hat. Eine Rundumlö- sung für die Probleme in der EU konnten wir zwar nicht finden, trotzdem war die Woche sehr interessant und hat mir eine Menge Spaß gemacht. Deswegen kann ich allen Interessierten empfehlen, an einer solchen Woche teilzunehmen, wenn sich dazu die Gelegenheit ergibt.
(F. von Rekowski/G. Hesse)