Nie wieder ist jetzt – Schülerinnen und Schüler informieren und erinnern anlässlich der Reichspogromnacht

Am Montag, den 10. November wurde an unserer Schule ein Vortrag über die Geschichte der Reichspogromnacht vorgestellt. Die Ereignisse mit vielen Angriffen auf jüdische Menschen, ihre Geschäfte und Glaubensstätten wurde uns, den siebten und achten Klassen, von den Zehntklässlern Ben, Paulina, Sophie, Lisa, Katharina, Hannah, Lara, Viktorija, Ella, Emilia, Nele und Leni vorgestellt. Zum Start wurde uns ein Schild gezeigt, auf dem der Inhaber eines Ladens Juden den Zutritt verbietet – das Schild hing dort vor zwei Monaten und zeigt uns, warum es immer noch wichtig ist und bleibt, an die Verfolgung der Juden im Nationalsozialismus zu erinnern. Bei der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 haben Menschen in ganz Deutschland Geschäfte und Häuser von Jüdinnen und Juden zerstört und sie auch angegriffen. Auch in Mülheim war die Reichspogromnacht eine bedeutende Nacht: Nachdem der Chef der Feuerwehr die Synagoge in Brand gesetzt hatte, versammelten sich dort Anwohner. Auch sie stifteten die Feuerwehr dazu an, die Synagoge nicht zu löschen, sondern nur darauf zu achten, dass keine anderen Gebäude Feuer fangen. Außerdem wurde Kindern in der Schule beigebracht von Anfang an alle jüdischen Menschen zu hassen. Wir haben auch etwas über Zeitzeugen wie Margot Friedländer gelernt: Sie hat ihre Familie im Konzentrationslager verloren und hat bis kurz vor ihrem Tod in diesem Jahr vielen jungen Menschen von ihren schrecklichen Erlebnissen im Holocaust erzählt, um daran zu erinnern. Uns als Schülerinnen und Schülern sind solche Veranstaltungen besonders wichtig, da wir so mehr über unsere Vergangenheit lernen und mehr für unsere Zukunft mitnehmen können.

Geschrieben von Lotti, Hedi und Anna aus der 7b

Auch bei der offiziellen Gedenkveranstaltung des Oberbürgermeisters am 9. November wirkten Schülerinnen und Schüler unserer Schule mit: Melina, Michael und Tristan aus der 9e sowie Ava, Joka, Nikita und Emma aus der Q1 trugen bei einem Stolperstein-Rundgang die Biografien verschiedener Holocaust-Opfer vor und reinigten die Stolpersteine. Sie beschäftigten sich so intensiv mit den Schicksalen einzelner Menschen, die im Holocaust verfolgt und ermordet worden waren und leisteten einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur und der damit verbundenen Botschaft: „Nie wieder!“ und „Nie wieder ist jetzt!“.
Zum WAZ-Artikel: https://www.waz.de/lokales/muelheim/article410414769/unfassbar-dass-so-etwas-bei-uns-passiert-ist-muelheimer-gedenken-pogromnacht.html

Geschrieben von Jasmin Hötzel