Red Hand Day

Eine Aktion, die mir gezeigt hat, dass wir die Plakette „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ verdienen, haben wir am Mittwoch, den 12.2.2020 an unserer Schule erlebt.
Wir haben uns spontan beteiligt am Red Hand Day, dem internationalen Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten. Um die Grausamkeit dieser Form des Kindesmissbrauchs zu verdeutlichen, bei dem Kinder im Krieg eingesetzt werden, bedarf es sicher keiner Erklärung. Entgegen den Regeln des humanitären Völkerrechts und internationaler Menschenrechtskonventionen sind solche Einsätze in der Welt auch in der Gegenwart real. Dass sie für uns eher surreal wirken, ist ein Zeichen dafür, dass wir solche Umstände überstanden haben und es uns sehr fern ist. Dies ist sicherlich eher positiv für uns zu werten, was jedoch nicht bedeuten darf, dass wir Einsätze von Kindersoldaten gar nicht wahrnehmen brauchen.
An dieser Stelle möchte ich unseren Schüler Christian Wex hervorheben, der neben seinen Pflichten als Schüler unserer Schule sich noch mit ganz vielen anderen Sachen beschäftigt. Unter anderem ist er ehrenamtlich auch bei der UNICEF aktiv. Und Christian Wex war es, der uns diese Idee auftrug und nachgefragt hat, ob wir nicht auch etwas an unserer Schule machen sollten. Damit ist er bei uns offene Türen eingerannt, so dass ich mich sofort mit ihm in Verbindung gesetzt und die Möglichkeiten ausgelotet habe.
Am Ende haben Christian Wex und viele weitere engagierte Schüler unserer Q2 und Q1 die Aktion organisiert und durchgeführt. Auch wenn die Aktion sehr spontan und schnell entstand, so dass sie an einigen Stellen noch verbesserungswürdig ist, ist es doch wichtig, einfach mal überhaupt was zu tun. Wir sind bereit für den nächsten Red Hand Day.
Und ganz besonders stolz bin ich, dass wir Schülerinnen und Schüler haben, die eine solche Aktion nicht machen, weil wir sie dazu verpflichten, sondern, weil sie für die Probleme unserer Welt Courage zeigen wollen.
Danke allen Beteiligten
Seydi Güngör

Sally Perel fasziniert das Gymnasium Broich

Als Jude in Deutschland überlebte Sally Perel die Zeit des Nationalsozialismus. Um sein Leben zu sichern, gab er gegenüber deutschen Soldaten an „Volksdeutscher“ zu sein und musste später als Hitlerjunge seine eigene jüdische Identität verstecken. Nun hatten wir, das Gymnasium Broich die Ehre jenen Mann mit dieser unfassbaren Vergangenheit kennenlernen zu dürfen. Am 26.11.18 besuchte Sally Perel die Schule und berichtete von seiner Geschichte. Der ganze Saal war wahnsinnig beeindruckt und vollkommen gefesselt. Während er sprach, gab er noch viele bedeutungsvolle Dinge auf den Weg. So sollte jegliche Moral unter das Leben eines Menschen gesetzt werden. Er betonte zudem mehrfach, dass die heutige Jugend keinerlei Schuld an den Geschehnissen der damaligen Zeit trage. Im Gegenteil, sie solle sich bewusst für die Gerechtigkeit der Menschen und die Überlieferung der Ereignisse einsetzen. Zur Vorbereitung hatten Schülerinnen und Schüler aus einigen Klassen in ihrem Geschichtsunterricht Fragen erarbeitet, die sie gerne an Sally Perel stellen würden. Vier Schülerinnen und Schüler aus der Q1 haben diese Fragen ausgewertet und eine Auswahl davon an Herrn Perel in einer gelungenen Fragerunde auf der Bühne gestellt. Am Ende der Veranstaltung konnte sich jeder das Buch von ihm signieren lassen. Jeder bekam eine persönliche Widmung von Sally Perel und mit dem abschließenden Grußwort: Shalom.
Wir haben uns sehr gefreut und Sally Perel bei uns begrüßen zu dürfen und wünschen ihm alles Gute auf seinem weiteren Lebensweg.
 
Melina Hagemeier (9c)

Projekttage im September 2016:

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Dem Rassismus keine Chance!

Unter diesem Motto steht das Zusammenleben und Lernen am Gymnasium Broich ab sofort auch ganz offiziell. Bei den Feierlichkeiten zur Auszeichnung als „Schule ohne Rassismus“ am 16.10.2013 in der Aula konnte unser Schulleiter Herr Metzing die Patin des Projekts - Frau Ministerpräsidentin Hannelo­re Kraft – begrüßen, die die Schüler/innen darin bestärkte, fremdenfeindlichen Tendenzen mu­tig entgegenzutreten. Musikalisch wurde die Veranstaltung untermalt durch den Musikkurs der Stufe 10, der das Lied „We are the world“ sang und von der Schülerband, bestehend aus Nils Ackermann, Ivan Brozincevic und Alexandra Wahl, die einen selbstgeschriebenen Anti-Rassismus-Song präsentierte und das Publikum damit begeisterte.
 
Sabrina Mandel und Alicia Neumann führten souverän durch die Veranstaltung und erklärten den Besucher/innen, dass die Schüler/innen an verschiedenen Projekten gearbeitet haben, die in den Gängen der Schule ausgestellt sind. Eckpfeiler dieser Arbeiten waren die Ausstellungen der Fried­rich Ebert Stiftung „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen. Nordrhein-Westfalen für Toleranz und Menschlichkeit und des Vereins ContRa "Sie haben das Recht, "rechts" zu verwei­gern!". Mittelpunkt dieses Ausstellung war ein provokatives Hakenkreuz, das zu einer kritischen Auseinandersetzung animierte.
 
Die Schüler/innenarbeiten der jetzigen Stufe 10 waren vielfältig. Eine Gruppe hat­te sich mit dem vor 20 Jahren in Solingen stattgefunden Brandanschlag auseinandergesetzt und der Mutter der Opfer (Frau Genc) einen Brief geschrieben, andere Schüler/innen haben Interviews mit Mülheimern/innen zum Thema Fremdenfeindlichkeit geführt und interessante Eindrücke gesam­melt. Auch engagierte Mülheimer Gruppen wie die Mülheimer Initiative für Toleranz und der Inte­grationsrat wurden vorgestellt.
 
Außerdem wurde das Projekt in der Grundschule vorge­stellt und mit den jungen Schülern/innen zum Thema Rassismus gearbeitet. Vier Mädchen der Stufe haben alle Schüler/innen der Schule mit Migrationshintergrund gebeten einen Steckbrief auszufül­len, um die Vielfältigkeit der Schülerschaft an unserer Schule aufzuzeigen. Zusammengekommen sind insgesamt 120 Steckbriefe, die zahlreiche Fenster dekorierten. Ein weiteres Highlight war der von Anna-Lena Höhne gedrehte Film, der zum toleranten Umgang mit fremden Kulturen ermahnte.
In Zukunft wird das Projekt als AG weitergeführt, viele Aktivitäten sollen folgen. Wir freuen uns über viele teilnehmende Schüler/innen!

Heike Quednau, Seydi Güngör, Eltje Lahno, Sebastian Schnöring

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Seiteneinsteiger-Kinder am Gymnasium Broich

Die Seiteneinsteiger haben jetzt einen neuen Bereich!